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Immobilienkäufer weichen auf das Umland aus

Immobilienkäufer weichen auf das Umland aus

Die hohen Preise für Immobilien in den Städten zeigen Wirkung. Immobilienkäufer sind nicht mehr bereit, jeden geforderten Preis zu zahlen. Sie schauen sich vermehrt im immer noch günstigeren Umland um. Aufgrund der steigenden Einwohnerzahlen und der damit verbundenen erhöhten Nachfrage nach Wohnraum sind Innenstadtlagen von Immobilien für viele Deutsche nicht mehr bezahlbar. Das Ausweichen auf die Umlandbereiche ist die logische Konsequenz, um weiter die Vorzüge der Stadt nutzen zu können.

Welcher Trend läuft hier gerade? – Jetzt aufs Land ziehen?

Warum es Familien und junge Leute in Zukunft in das Umland von Ballungszentren zieht

Die aktuelle Entwicklung der Immobilienpreise in den Metropolen geht weiter nach oben. Mieten steigen allerdings nicht so schnell wie Kaufpreise. Ist das der erste Vorbote einer Stagnation? Wer kann das mit Sicherheit sagen? Nachfolgend finden Sie einige Gründe dafür, die sich aus der täglichen Arbeit, der Nachfrage und dem Kaufverhalten der Interessenten ableiten lassen.

Immobilienboom – Grund zur Besorgnis?

Ist der Immobilienmarkt wirklich überhitzt?

Die Euphorie in der Immobilienbranche ruft schon seit längerem auch Mahner auf den Plan: Wie lange kann das noch gut gehen? Was passiert, wenn die Zinsen steigen?

Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine allgemeine Überhitzung des deutschen Immobilienmarktes. So lautet das Ergebnis des vierten Immobilienpreis-Monitorings des RWI, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V., das auf Daten des Immobilienportals ImmobilienScout24 basiert. In den Regionen Köln und Leipzig sowie in einigen Regionen Baden-Württembergs gäbe es jedoch Hinweise auf übertriebene Preiserwartungen. 

Immobilieneigentum - Wohlstand nur schwach gewachsen – Wohneigentumsquote stagniert

Hätten Sie es vermutet - Trotz niedriger Zinsen stagniert die Wohneigentumsquote

Obwohl die Rahmenbedingungen so günstig sind wie nie, stagniert die Wohnungs-eigentumsquote in Deutschland. Der Anteil der Haushalte, der in den eigenen vier Wänden wohnt, liegt seit über zehn Jahren bei rund 43 Prozent, lautet das Ergebnis einer Sonderauswertung der aktuellen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS*) des Statistischen Bundesamtes. Lediglich in Ostdeutschland hat sich die Quote nochmals leicht verbessert, von 34,8 auf 36,4 Prozent.

Tiny ist Trend - Wohnungen und Häuser für maximalen Komfort

Die aktuelle Immobiliensituation in vielen Lädern und deren Großstädten, erfordert kreative Lösungen. Modernes komfortables Wohnen auf kleinstem Platz ist gefragt wie noch nie.

Tiny Homes sind derzeit in aller Munde und gelten als hip. Der Name deutet darauf hin, worum es geht: um winzige Immobilien mit wenigen Quadratmetern Grundfläche. Diese Minihäuser sind überwiegend voll ausgestattet, verfügen über eine funktionale Küche, ein ansprechendes Bad und einen bequemen Schlafraum. Sie dienen als Hauptwohnsitz für Singles oder Paare, können als Gästewohnung, Retreat oder Büro dienen. Einige der kompakten Häuser sind sogar transportabel – der Eigentümer kann sie bei einem Ortswechsel einfach mitnehmen. Bei dieser Wohnform geht es nicht darum sich einzuschränken oder auf etwas zu verzichten. Im Gegenteil, die Bewohner wollen räumliche, zeitliche und finanzielle Flexibilität gewinnen. Das drückt sich bereits in den Bauten selbst aus: Bei Bedarf lassen sich die Räume kostengünstig erweitern und höheren Ansprüchen anpassen. Dem neuen Trend liegt ein geändertes Lebensgefühl zugrunde, das unter dem Begriff Downsizing neue Maßstäbe setzt und andere Werte in den Fokus nimmt. Es geht nicht mehr um größer, schneller, weiter, sondern um die Vereinfachung des Lebens durch Konzentration auf das Wesentliche, um geringeren Ressourcen- und Energieverbrauch. Die Häuser werden oft in Holz-Ständerbauweise als Module mit Flachdach und guter Isolierung vorgefertigt. Diese Bauweise ermöglicht kurze Bauzeiten, günstige Preise – je nach Ausstattung – und maximale Anpassungsfähigkeit.

Aber auch im Bereich der Eigentumswohnungen ist dieses Konzept nachgefragt. Viele Pendler führen berufsbedingt zwei Haushalte. Eine optimale Raumnutzung auf möglichst kleinen Flächen ist für Planer und Bauträger eine Herausforderung. Mit intelligenten Regalsystemen werden vorhandene Wandflächen als Stauraum optimal genutzt. Es geht darum alles zu haben, was benötigt wird - alles zu lassen, was überflüssig ist.